2. Die Grundlagen einer guten Zahnhygiene
Warum Zahnpflege so wichtig ist
Plaque – der unsichtbare Biofilm auf den Zähnen – bildet sich innerhalb von Stunden nach dem Zähneputzen neu. Wird er nicht regelmäßig entfernt, kann er sich zu Zahnstein verhärten, der nur noch professionell entfernt werden kann. Die Bakterien in der Plaque produzieren Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und zu Karies führen. Gleichzeitig können sie das Zahnfleisch reizen und Entzündungen (Gingivitis) verursachen, die unbehandelt zu Parodontitis und Zahnverlust führen können.
💡
Plaque ist kein einfacher Belag, sondern ein hochorganisierter Biofilm aus über 700 verschiedenen Bakterienarten. Diese Mikroorganismen bilden eine schützende Matrix aus Proteinen und Zuckern, in der sie eingebettet leben – ähnlich einer mikroskopisch kleinen Stadt. Innerhalb dieses Biofilms kommunizieren die Bakterien sogar miteinander – Fachleute nennen das Quorum Sensing – und koordinieren ihr Verhalten. Deshalb ist mechanisches Entfernen durch Bürsten so wichtig: Mundspülungen allein können die schützende Biofilm-Matrix kaum durchdringen.
Die richtige Ausrüstung
Eine weiche bis mittelharte Zahnbürste schont das Zahnfleisch und reinigt dennoch effektiv. Der Bürstenkopf sollte klein genug sein, um auch die hinteren Backenzähne zu erreichen. Elektrische Zahnbürsten – ob oszillierend-rotierend oder Schallzahnbürsten – können bei korrekter Anwendung mehr Plaque entfernen als Handzahnbürsten.
Die Zahnpasta sollte Fluorid enthalten (1.000–1.500 ppm für Erwachsene), um den Zahnschmelz zu stärken. Für die Zahnzwischenräume sind je nach Abstand Zahnseide oder Interdentalbürsten geeignet.